„Der Herbst ist ein zweiter Frühling, in dem jedes Blatt eine Blume ist.“
— Albert Camus
Zur Freude vieler – mich eingeschlossen – kam der Herbst dieses Jahr in Etappen: einige Wochen waren noch sommerlich warm, andere überraschend nass und kalt. Jetzt gibt es aber keine Illusionen mehr – wir stecken mittendrin!
Die Tage sind deutlich kürzer geworden, der Mantel ist wieder täglicher Begleiter, und unser Körper wie auch unser Geist müssen ein neues Gleichgewicht finden.
Zum Glück (und nicht zufällig) ist jetzt die Zeit für Speisen, die wärmen, regenerieren und innere Ruhe schenken. Schauen wir sie uns gemeinsam an.
Saisonale Lebensmittel: Energie und Farbe auf dem Teller
Der Herbst ist ein Fest goldener Farbtöne – auf den Bäumen wie auch in der Küche. Kürbis, Kastanien, Pilze, Granatäpfel, Äpfel, Birnen, Kohl und Radicchio dominieren mit aromatischen und süssen Geschmacksnoten.
Jedes Mal, wenn ich Kürbis auf dem Markt sehe, geht mir das Herz auf – und ich kenne viele, die ihn am liebsten jeden Tag essen würden.
Diese Herbstschätze sind nicht nur köstlich, sondern unterstützen auch das Nerven- und Immunsystem.
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Kürbis, reich an Beta-Carotin und Tryptophan, wirkt antioxidativ und entzündungshemmend und fördert die Bildung von Serotonin – dem „Glückshormon“.
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Kastanien sind eine wunderbare Quelle komplexer Kohlenhydrate, ideal auch zum Frühstück. Durch ihren Ballaststoffgehalt liefern sie gleichmässige Energie und verhindern Blutzuckerspitzen sowie Energie- und Stimmungstiefs.
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Pilze, eine natürliche Quelle von Vitamin D (besonders wenn sie nach der Ernte dem Sonnenlicht ausgesetzt werden), sind wertvolle Begleiter in den lichtarmen Monaten.
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Obst darf natürlich nicht fehlen: Granatapfel mit seinen Polyphenolen hilft, oxidativen Stress zu bekämpfen, während Äpfel und Birnen lösliche Ballaststoffe liefern, die die Darmgesundheit – und damit auch das seelische Wohlbefinden – fördern.
Rezepte zum Wohlfühlen
Eine ausgewogene Herbstküche muss nicht kompliziert sein – es genügen frische Zutaten und ein wenig Aufmerksamkeit.
Meine Top 3 der einfachen, wärmenden Gerichte:
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Kürbiscremesuppe (nach Wunsch mit Ingwer) – mein liebstes Comfort Food. Ingwer verleiht eine angenehme Schärfe, regt den Stoffwechsel an und wärmt von innen.
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Risotto mit Pilzen und Baumnüssen – perfekt für den Sonntagslunch, aromatisch und köstlich. Das Magnesium der Nüsse hilft, Muskeln und Nerven zu entspannen.
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Gebackene Äpfel mit Zimt und Kastanienhonig – ideal zum Frühstück oder als natürliches Dessert. Zimt stabilisiert den Blutzucker, während Kastanienhonig entspannend wirkt.
Saisonal zu essen ist nicht nur umweltfreundlich, sondern auch eine bewusste Lebenshaltung. Indem wir die Nährstoffe nutzen, die die Natur im Jahresverlauf anbietet, fördern wir gezielt unsere körperliche und mentale Gesundheit.
Sich Zeit zum Kochen, Geniessen oder für eine Tasse Tee zu nehmen, ist eine Form der Selbstfürsorge – und steht nicht zufällig an der Basis der Mittelmeer-Diät.
Wer in der Schweiz lebt, kann sich auf die lokalen Märkte freuen: Kohl, Äpfel und Kürbisse sind dort von hervorragender Qualität, oft aus dem Berggebiet mit mineralstoffreichen Böden.
Ergänzungen und Adaptogene: Hilfe aus der Natur
Trotz guter Ernährung kann der Herbst – kombiniert mit unserem schnellen Lebensstil – Stress, Melancholie und mentale Müdigkeit mit sich bringen. Neben der Ernährung können bestimmte Nahrungsergänzungsmittel wertvolle Unterstützung bieten.
Ich empfehle, die Einnahme nach Bedarf zu dosieren und sie (ausser in speziellen Fällen) zeitlich begrenzt oder in Zyklen zu gestalten. Für Details wendet euch an eure Apotheke oder eine Fachperson.
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Magnesium und B-Vitamine (insbesondere B6 und B12) unterstützen die Nervenfunktion und vermindern Erschöpfung.
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Omega-3-Fettsäuren, aus Fischöl oder Algen, wirken positiv auf Herz, Nerven, Haut und Haare. Sie reduzieren Entzündungen und stärken das Immunsystem. Für empfindliche Mägen gibt es aromatisierte Varianten (z. B. Zitrusgeschmack).
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Vitamin D, das im Herbst und Winter oft fehlt (rund 70 % der Italiener haben in dieser Zeit einen Mangel), ist nicht nur für Knochen wichtig, sondern auch für Stimmung und Abwehrkräfte.
Zu den sogenannten Adaptogenen, also Pflanzenstoffen, die dem Körper helfen sollen, sich besser an Stress anzupassen, gehören:
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Rhodiola rosea – unterstützt Konzentration und geistige Ausdauer;
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Ashwagandha – wird traditionell gegen Angst und Schlafstörungen eingesetzt (ohne sedierende Wirkung);
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Sibirischer Ginseng (Eleutherococcus) – hilfreich bei Erschöpfung oder intensiver Belastung;
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Bacopa monnieri (Brahmi) – bekannt aus der ayurvedischen Tradition, soll Nervenzellen schützen und das Lernen fördern.
Vor der Einnahme von diesen Nahrungsergänzungen sollte unbedingt eine Fachperson konsultiert werden, besonders bei bestehenden Krankheiten oder Medikamenteneinnahme.
„Kümmere dich um deinen Körper – er ist der einzige Ort, den du zum Leben hast.“
— Jim Rohn
Mit warmen und wohltuenden Grüssen
deine Ernährungsberaterin
Tatiana Gaudimonte
info@loveyourbody.ch
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Bild: Chef Monicucci https://monicucci.altervista.org/recipe-items/riso-dautunno-alle-noci-fresche-con-fonduta-e-carpaccio-di-funghi-i-menu-del-sorriso/